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Berufsschultagekammerprahb vera

KiG

kig2015In der Region Ostfriesland beginnen jährlich ca. 2.500 junge Menschen eine duale Ausbildung. 21 von ihnen haben neben ihrer dreijährigen Ausbildung die Zusatzausbildung zum „Kaufmann/zur Kauffrau für internationale Geschäftstätigkeit“ an den BBS 1 Aurich erfolgreich absolviert. 

Die beachtenswerte Leistung der Absolventen wird vor dem Hintergrund der großen Zahl an jährlich in Ostfriesland geschlossenen Ausbildungsverträgen noch deutlicher. 

Das durch diese Zusatzausbildung erlernte Spezialwissen eröffnet den Absolventen nicht nur neue Tätigkeitsfelder, sondern verbessert auch die beruflichen Aufstiegschancen und öffnet somit zusätzliche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Die freiwillige Teilnahme an diesen Zusatzqualifikationen forderte sowohl die Flexibilität als auch das Fachwissen der Auszubildenden. Neben hochspezialisiertem Fachwissen im Bereich der internationalen Geschäftstätigkeit sind insbesondere auch interkulturelle Kompetenzen im Rahmen eines Auslandspraktikums gesammelt worden. Eine außergewöhnlich hohe Willenskraft bewiesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch im Rahmen der Sprachprüfungen in Englisch und Spanisch sowie in Bezug auf die erfolgreiche Teilnahme am Europäischen Computerführerschein (ECDL).

Die BBS 1 Aurich zeigen damit einmal mehr, dass die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft der Antrieb für die Entwicklung der Schule und ihres Bildungsangebots sind, so Hendrik Nordmann, Abteilungsleiter der Berufsfachschule Wirtschaft und Wilhelm Mammen Schulleiter der BBS 1 Aurich. Die in ganz Ostfriesland einzigartige Zusatzausbildung erfreut sich reger Nachfrage und wird sich im Markt der Bildungsangebote etablieren. Nicht zuletzt, da die Inhalte der modular aufgebauten Ausbildung für die regionalen Ansprüche in Ostfriesland maßgeschneidert sind.

 

Kauffrau/ Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit

eine Zusatzqualifikation

Kaufmännisch handeln weltweit

In der globalisierten Welt mit einer zunehmenden Verflechtung der Wirtschaftsbeziehungen benötigen die Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter mit fundierten Außenhandelskenntnissen, die mit ihren ausländischen Partnern kommunizieren und kooperieren können. Dabei werden interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger. Durch die Zusatzausbildung zur/zum Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit erwerben Sie wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten, die Ihnen und Ihrem Arbeitgeber bei der Arbeit im internationalen Geschäft helfen.

Die Zusatzqualifikation wird parallel zur normalen Ausbildung in Kooperation mit der IHK für Ostfriesland und Papenburg durchgeführt.

Vorteile der Zusatzausbildung

Für Auszubildende:

  • Verbesserung der Arbeitsmarktchancen
  • Spezialwissen eröffnet neue Tätigkeitsfelder
  • bessere Übernahmechancen
  • bessere berufliche Aufstiegschancen
  • Aufbau einer erweiterten beruflichen Handlungskompetenz

 Für Ausbildungsbetriebe:

  • junge Mitarbeiter mit breiten Spezialwissen, die für einen Einsatz im Ausland geeignet sind
  • Steigerung der Attraktivität der Ausbildung
  • qualifiziertere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • flexiblere Einsatzmöglichkeiten

Zielgruppe

  • Zusatzausbildung richtet sich an Auszubildende aus dem kaufmännisch verwaltenden Bereich
  • Vorbildung: gute Noten in Englisch (5 Jahre), Mathematik und Informationsverarbeitung
  • Interesse an anderen Sprachen

Ablauf der Zusatzausbildung

  • auf zwei Jahre angelegt, i. d. R. paralle l zur normalen Ausbildung
  • Beginn im zweiten Ausbildungsjahr
  • Zusatzunterricht Nachmittag/ Abend
  • Auslandspraktikum während der Ferienzeit bzw. Absprache mit dem Betrieb

 

Grundbausteine der Zusatzausbildung

Internationale Geschäftsprozesse

1. Baustein: Internationale Geschäftsprozesse

Sie werden Experte für internationale Geschäftsprozesse und erwerben das Zertifikat „IHK Fachkraft Im- und Export“. Dieses Zertifikat erhalten Sie nach Unterricht und Prüfung über die folgenden Inhalte:

Modul I: Praxis des Auslandsgeschäftes (40 Unterrichtsstunden)

  • Einführung in das Auslandsgeschäft
  • Informationsbeschaffung für eine Marktbeurteilung des Außenhandels
  • Vertriebswege
  • Rechtliche Grundlagen
  • Abwicklung des Außenhandelsgeschäftes

Modul II: Internationales Marketing (48 Unterrichtsstunden)

  • Grundlagen des internationalen Marketings
  • Systematisches Auswahlverfahren der Märkte
  • Elemente des internationalen Marketing - Mixes

Modul III: Verfahren des Im - und Exports von Waren und Dienstleistungen (48 Unterrichtsstunden)

  • Grundlagen der verfahrensrechtlichen Aspekte beim Im - und Export von Waren und Dienstleistungen
  • Importabwicklung
  • Exportabwicklung

Nach dem bestandenen Abschluss der drei Module erhalten Sie das Zertifikat „IHK - Fachkraft für Im - und Export“, das Bestandteil der Zusatzqualifikation „Kauffrau/Kaufmann für internationale Geschäftstätigkeit“ ist.


……………………………………………………………………………………………………………………………………………………. 
Ansprechpartner 

Für Beratung und Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung: 

Hendrik Nordmann 
Abteilungsleiter Berufsfachschule - Wirtschaft 
Telefon: 0 49 41 / 925 129 
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Maike Tepe-Dultmeyer 
Teamleiterin für Zusatzqualifikation Internationale Geschäftstätigkeit 
Telefon: 0 49 41/ 925 101 
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Anmeldung 
Die Anmeldung erfolgt formlos im Sekretariat der BBS 1 Aurich. Das Anmeldeformular finden Sie hier: pdf logo

 

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Kaufmann/-frau für Büromanagement

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Der Beruf "Kaufmann/-frau für Büromanagement" ist ein neuer Beruf, der die bisherigen Ausbildungsberufe "Bürokaufmann/-frau", "Kaufmann/-frau für Bürokommunikation" und "Fachangestellte(r) für Bürokommunikation" ersetzt. Seit August 2014 werden die Auszubildenden in diesem neuen Beruf ausgebildet.

pdf logoVerordnung über die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement


Der Unterricht

Der Unterricht in den Klassen der Teilzeitberufsschule findet zum einen in den allgemeinbildenden Fächern, zum anderen in den berufsspezifischen Lernfeldern statt.
Insgesamt sind 36 Wochenstunden für den Unterricht vorgesehen. Davon werden in der Grundstufe 18 (bzw. 16) Stunden an zwei Berufsschultagen erteilt, in den Fachstufen findet der Berufsschulunterricht an einem Tag in der Woche mit 9 (bzw. 8) Unterrichtsstunden statt.
Auszubildende mit einer Ausbildungszeitverkürzung auf zwei Jahre beginnen die Ausbildung ebenfalls in der Grundstufe. Im 2. Umschulungs- oder Ausbildungsjahr haben diese Schüler die Möglichkeit, die Fachstufe 1 und 2 parallel zu besuchen.

1. Ausbildungsjahr (Grundstufe)

Lernfeld 1

Lernfeld 1: Die eigene Rolle im Betrieb mitgestalten und den Betrieb präsentieren 
Zeitrichtwert: 40 Stunden 
 

Die Schülerinnen und Schüler besitzen die Kompetenz, ihre Rolle innerhalb des Betriebs aktiv zu gestalten und ihren Betrieb zu präsentieren.

Die Schülerinnen und Schüler klären ihren Verantwortungsbereich im Betrieb und identifizieren sich mit ihrer Rolle als Auszubildender und als zukünftiger Arbeitnehmer, die auf unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen basieren.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre eigenen Rechte und Pflichten, informieren sich über Inhalte und Regelungen der Ausbildungsverträge, ihre Mitbestimmungsrechte durch die Jugend- und Auszubildendenvertretung. Sie informieren sich über geltendes Recht (Berufsbildungsgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz) und das für sie geltende Tarifrecht. Ebenso erkunden sie Möglichkeiten beruflicher Fortund Weiterbildung.

Die Schülerinnen und Schüler suchen und bewerten Informationen und deren Quellen zur Darstellung ihres Betriebes. Sie erschließen das Leistungsspektrum ihres Betriebes, die eingesetzten betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren, die Ziele ihres Betriebes sowie dessen Stellung in der arbeitsteiligen Wirtschaft und innerhalb des erweiterten Wirtschaftskreislaufes.

Sie erfassen ihre Stellung innerhalb des Aufbaus des Betriebes und die wesentlichen Arbeits- und Geschäftsprozesse des Betriebes sowie ihren eigenen Handlungsrahmen (Vertretungsvollmachten).

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln auf der Grundlage von Rechten und Pflichten ihre Kompetenzen im Betrieb weiter und initiieren eine zielorientierte, auf ständiger Weiterentwicklung basierende Einstellung zum lebenslangen Lernen als engagierter Mitarbeiter. Sie stellen sich realistische Ziele. Sie wählen für ihre Ergebnisse eine geeignete Präsentationsform und berücksichtigen dabei die Rahmenbedingungen und Präsentationsregeln. Zur Bewertung von Präsentationen erstellen sie einen Kriterienkatalog.

Die Schülerinnen und Schüler werden ihrer Rolle im Betrieb gerecht. Sie beachten und nutzen die gesetzlichen und vertraglichen Regelungen. Sie erledigen ihre Aufgabenstellungen selbstständig und sind bereit mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Sie nehmen anstehende Arbeiten aufmerksam wahr und erledigen diese unaufgefordert und eigenverantwortlich.

Sie präsentieren ihren Betrieb mit geeigneten Medien Sie wenden Arbeitsstrategien (Informationsbeschaffungsstrategie, Elaborationsstrategie) an und finden für einfache und komplexe Anforderungen selbstständig Lösungen. Sie sind in der Lage, sich schwierigen Situationen zu stellen und situationsgerecht gegen innere Widerstände anzukämpfen. Sie zeigen Durchhaltevermögen, um längerfristige Ziele zu erreichen.

Sie beurteilen ihre eigene Rolle und das eigene Handeln vor dem Hintergrund der für sie veränderten Rahmenbedingungen sowie die Reaktion der anderen kritisch. Sie kontrollieren kontinuierlich ihre Arbeitsergebnisse und bessern diese selbstständig und eigenverantwortlich nach. Die Schülerinnen und Schüler bewerten ihre Präsentation mit Hilfe des Kriterienkataloges.

Sie hinterfragen die eigene Einstellung, respektieren die Vorstellungen anderer und ziehen Schlussfolgerungen für ihr zukünftiges Handeln. Sie nehmen konstruktives Feedback an und beachten dies bei zukünftigen Präsentationen.

 

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1)

Lernfeld 5

Lernfeld 5: Kunden akquirieren und binden 
Zeitrichtwert: 80 Stunden 
 

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, den Einsatz von Preisund Kommunikationspolitik für die Kundengewinnung und -bindung zu nutzen.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren anhand der Daten der Marktforschung (Primärund Sekundärforschung) und der Kundendaten die aktuelle Marktsituation (Kundenstruktur, Konkurrenz, konjunkturelle Lage) zum Leistungsangebot des Betriebes. Sie gestalten auf der Basis vorgegebener Elemente einen Fragebogen mit den Anwendungsmöglichkeiten (Formulargestaltung) eines Textverarbeitungsprogramms.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich darüber, auf welchem Markt (Käuferund Verkäufermarkt) sich ihr Betrieb befindet. Sie leiten daraus die absatzpolitischen Ziele und Möglichkeiten der Preisfestsetzung auch mit Hilfe von Modellen (vollständige Konkurrenz) ab.

Sie nehmen Kunden als wichtige Partner wahr und ermitteln den spezifischen Nutzen von Produkten oder Dienstleistungen für diese. Sie identifizieren geeignete Wettbewerbsstrategien, um die absatzpolitischen Ziele des Betriebes zu erreichen.

Im Rahmen einer Werbeplanung treffen die Schülerinnen und Schüler Entscheidungen zur Zielgruppe sowie zum Streugebiet und zur Streuzeit. Sie planen dabei den möglichen Einsatz von sozialen Netzwerken zur Optimierung der Unternehmensprofilbildung und der Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Die Schülerinnen und Schüler beurteilen die Marktund Wettbewerbssituation ihres Betriebes und entwickeln innerhalb eines Marketingkonzeptes einen Mix aus Preisund Kommunikationspolitik. Bei der Festlegung der Preise berücksichtigen sie die Kunden-, Konkurrenzund Kostensituation ihres Betriebes.

Sie formulieren einen Werbebrief als Serienbrief an ihre Kundinnen und Kunden und gestalten diesen und weitere Werbemittel mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms. Zur Gewinnung ausländischer Kunden verfassen sie einen Brief auch in einer Fremdsprache. Sie nutzen auch Möglichkeiten aktueller Kommunikationswege im Rahmen der Kommunikationspolitik.

Die Schülerinnen und Schüler berücksichtigen wirtschaftliche, rechtliche und ethische Grenzen der Werbung und artikulieren dabei eigene Wertvorstellungen. Sie respektieren die Wertvorstellung anderer.

Sie dokumentieren, präsentieren und beurteilen ihre Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler bewerten den Erfolg der angewendeten Marketingmaßnahmen für den Betrieb.

Sie reflektieren ihre Vorgehensweise beim Einsatz von Marketinginstrumenten zur Kundenbindung und -gewinnung. Sie beurteilen die ökonomischen Wirkungen von Marketingmaßnahmen und deren Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse.

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ein, inwiefern die ausgewählten Maßnahmen der Verantwortung des Betriebes für unterschiedliche Interessengruppen gerecht werden.

 

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 2)

Lernfeld 9

Lernfeld 9: Liquidität sichern und Finanzierung vorbereiten
Zeitrichtwert: 80 Stunden 
 
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, die Liquidität ihres Betriebes zu sichern und Finanzierungsentscheidungen für Investitionen unter Berücksichtigung der Rechtsform des Betriebes vorzubereiten.
 

Die Schülerinnen und Schüler analysieren mögliche Maßnahmen für den Betrieb, um liquide zu bleiben. Sie sondieren ihren Handlungsspielraum bei der Sicherung der Liquidität. Sie klären die Vorgaben für die Finanzierung von geplanten Anschaffungen des Betriebes und ihren jeweiligen Verantwortungsbereich.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Möglichkeiten der anlassbezogenen Bonitätsprüfung sowie über die Erfassung von Zahlungsströmen. Sie ermitteln Zahlungsstörungen und bestimmen eine liquiditätsund kundenorientierte Reaktion darauf.

Sie eruieren Alternativen der Finanzierung von Investitionen.

Sie erkunden die Regelungen zur Vertretung, Geschäftsführung, Haftung und Gewinnverteilung in Abhängigkeit von der Rechtsform des Unternehmens (Einzelunternehmung, Kommanditgesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung).

Sie informieren sich über die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Beantragung von Krediten und deren Sicherungen.

Die Schülerinnen und Schüler planen mit Budgets und ordnen die künftigen Einnahmen und Ausgaben des Betriebes nach deren Fälligkeit.

Die Schülerinnen und Schüler treffen Maßnahmen, um einen Liquiditätsengpass zu vermeiden. Sie überwachen den Liquiditätsstatus des Betriebes und sorgen für den Zahlungseingang durch die Kunden. Dazu veranlassen sie gegebenenfalls Bonitätsprüfungen und mahnen im Fall der Nicht-Rechtzeitig-Zahlung kaufmännisch unter der Beachtung von Kundenbeziehungen und berechnen Verzugszinsen. Die Schülerinnen und Schüler wägen ab, ob aus Kulanzgründen bei Kunden alle Maßnahmen, die rechtlich möglich wären, tatsächlich eingeleitet werden. Bei Bedarf beantragen sie das gerichtliche Mahnverfahren. Sie wirken drohender Verjährung entgegen.

Die Schülerinnen und Schüler schlagen ausgehend von der Rechtsform ihres Unternehmens für geplante Investitionen Alternativen der Außenund Innenfinanzierung (Lieferantenkredit, Kontokorrentkredit, Darlehen, Selbstfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung) und mögliche Sicherheiten (einfacher Eigentumsvorbehalt, selbstschuldnerische Bürgschaft, Sicherungsübereignung, Lombardkredit, Grundpfandrecht) vor. Sie bereiten die Beantragung von Krediten und deren Sicherungen vor. Sie führen einfache Zinsberechnungen im Rahmen der Finanzierung durch und entscheiden über die Inanspruchnahme von Skonto. Sie berücksichtigen bei ihren Vorschlägen auch Leasing und Factoring als Alternativen.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen mittels Textverarbeitungsprogramm situationsbezogene Dokumente.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Liquidität des Betriebes (Liquidität 2. Grades). Sie schätzen ihre Vorschläge zur Finanzierung von Investitionen auf Realisierbarkeit in ihrem Betrieb ein. Sie bewerten die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse, bessern selbstständig nach und beurteilen den Arbeitsprozess hinsichtlich der Effektivität.

Sie reflektieren, dass sie mit ihrem sorgfältigen Handeln einen direkten Beitrag zur Liquiditätssicherung ihres Ausbildungsbetriebes leisten.

 

 


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Anmeldung

Die Anmeldung zur Berufsschule ist grundsätzlich an keine Frist gebunden. Voraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.

Sie können sich das Anmeldeformular als  pdf logoDokument herunterladen oder sich direktonlineanmeldung anmelden.

  

 

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Industriekaufmann/-frau

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In den unterschiedlichsten Unternehmen steuern Industriekaufleute betriebswirtschaftliche Abläufe. In der Materialwirtschaft vergleichen sie u.a. Angebote, verhandeln mit Lieferanten und betreuen die Warenannahme und -lagerung. In der Produktionswirtschaft planen, steuern und überwachen sie die Herstellung von Waren oder Dienstleistungen und erstellen Auftragsbegleitpapiere. Kalkulationen und Preislisten zu erarbeiten und mit den Kunden Verkaufsverhandlungen zu führen, gehört im Verkauf zu ihrem Zuständigkeitsbereich. Außerdem erarbeiten sie gezielte Marketingstrategien. Sind sie in den Bereichen Rechnungswesen bzw. Finanzwirtschaft tätig, bearbeiten, buchen und kontrollieren Industriekaufleute die im Geschäftsverkehr anfallenden Vorgänge. Im Personalwesen ermitteln sie den Personalbedarf, wirken bei der Personalbeschaffung bzw. -auswahl mit und planen den Personaleinsatz.


Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Industriekaufleute befassen sich in Unternehmen aller Branchen mit kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereichen wie Materialwirtschaft, Vertrieb und Marketing, Personal- sowie Finanz- und Rechnungswesen.

Material: Ware erster Klasse

In Familienunternehmen und Großunternehmen wirken sie dabei mit, Produktions- und Betriebsabläufe möglichst reibungslos zu gestalten. Sie pflegen Kontakte zu den Rohstofflieferanten und holen von ihnen Angebote ein. Mit Verhandlungsgeschick vereinbaren sie den günstigsten Einkaufspreis und schreiben Bestellungen. Ist die Ware eingetroffen, prüfen sie zunächst die Qualität. Ggf. reklamieren sie Warenmängel. Sie achten darauf, dass die Rohstoffe fachgerecht gelagert und termingerecht für die Produktion bereitgestellt werden.

Produktion: in großer Serie

In der Produktionswirtschaft sind Industriekaufleute ebenfalls anzutreffen, z.B. bei Herstellern von Präzisionsdrehteilen und Baugruppen. Hier führen sie u.a. Kapazitätsabgleiche durch, erstellen Stücklisten und Arbeitspläne. Mit organisatorischem Durchblick stellen sie sicher, dass alle Faktoren, die bei der Fertigung der oft komplizierten Werkstücke zusammenspielen, optimal aufeinander abgestimmt sind. Die jeweils dazugehörenden Auftragsbegleitpapiere fertigen sie ebenfalls an. Daneben sind sie auch für die Prozessoptimierung, d.h. die ständige Verbesserung der Arbeitsabläufe, zuständig.

Personal: nicht nur Statistik

Mit gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften sowie tarifrechtlichen Vereinbarungen müssen sich Industriekaufleute in der Personalwirtschaft auskennen. Hier, etwa im Lohnbüro eines Betriebes der Nahrungsmittelindustrie, haben sie häufig Kontakt zu den Arbeitnehmern, z.B. wenn sie diese über Lohnfortzahlung und Urlaubsanspruch informieren. Oder wenn zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Sie führen außerdem Personalstatistiken, erledigen Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder erstellen Arbeits- und Verdienstbescheinigungen.

Vertrieb: bei Anruf dort

Industriekaufleute im Vertrieb führen Verkaufsverhandlungen, arbeiten Angebote aus und planen Werbemaßnahmen und Marketingstrategien. So z.B. in einem Betrieb der Fotoindustrie. Kunden zu akquirieren, sie zu beraten und zu betreuen, steht bei ihnen an erster Stelle. Auf der Basis einer gründlich durchdachten Preiskalkulation erstellen sie Angebote und führen Verhandlungsgespräche. Dabei müssen sie einen kühlen Kopf bewahren und ihre kommunikativen Fähigkeiten gezielt einsetzen. Wenn der Kunde dann eine Anzahl Spezialkameras und Zubehör bestellt, wickeln Industriekaufleute den Auftrag ab und veranlassen, dass die Waren termingerecht versendet werden. Darüber hinaus setzen sie Service- und Kundendienstleistungen für ihre Produkte effizient ein. Wenn das Telefon klingelt und der Kunde ein technisches Problem oder sonstige Fragen hat, bemühen sie sich geduldig um die geeignete Lösung. Um den Überblick über den Fotomarkt nicht zu verlieren, müssen sie sich ständig auf dem Laufenden halten: Aus Fachzeitschriften eignen sie sich die neuesten Erkenntnisse über digitale Aufnahmetechnik an, recherchieren im Internet und knüpfen Kontakte auf Messen, wo sie ggf. auch Fremdsprachenkenntnisse anwenden.

Finanzen: immer gut belegt

Nicht zuletzt sind Industriekaufleute auch Fachleute für Rechnungswesen und Finanzwirtschaft. In einem Betrieb der Automobilzulieferindustrie beispielsweise buchen sie sorgfältig alle Geschäftsvorgänge am Rechner mithilfe einer speziellen Software. Sie archivieren Belege wie die Rechnung für die neue CNC-Maschine oder die Anzahlung eines Kunden für die bereits gelieferten Rußpartikelfilter. Auch Konten eröffnen sie oder veranlassen Zahlungen. Die Kosten- und Leistungsrechnung fällt ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Pro Rechnungsperiode stellen Industriekaufleute die Kosten für Fertigungsmaterial, Gehälter oder Mieten zusammen. Sie ermitteln die Gesamtkosten für jeden Kostenträger, d.h. die "Leistungseinheiten" des Betriebs (z.B. Aufträge und Erzeugnisse), und halten das Umsatzergebnis fest.

Detaillierte Informationen über die Inhalte der betrieblichen Ausbildung finden Sie in der

pdf logo  Verordnung zur Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau


Die Unterrichtsinhalte

Der Unterricht in den Industriekaufleuteklassen findet zum einen in den allgemeinbildenden Fächern, zum anderen in den berufsspezifischen Lernfeldern statt. Insgesamt sind 36 Wochenstunden für den Unterricht vorgesehen. Davon werden in der Grundstufe 18 (bzw. 16) Stunden an zwei Berufsschultagen erteilt, in den Fachstufen findet der Berufsschulunterricht an einem Tag in der Woche mit 9 (bzw. 8) Unterrichtsstunden statt. 

 

Grundstufe

Lernfeld 1

In Ausbildung und Beruf orientieren

Zeitrichtwert: 40 Stunden

Zielformulierung:
Die  Schülerinnen  und  Schüler  orientieren  sich  in  der  durch  den  Beginn  ihrer  beruflichen Erstausbildung  veränderten  Lebenssituation  und  gestalten  ihre  Berufsausbildung  selbst- und  verantwortungsbewusst  im  Spannungsfeld  unterschiedlicher  Rollenerwartungen  und unter Beachtung wesentlicher Handlungsnormen und Rechtsvorschriften. Im Hinblick auf ihre  beruflichen  Tätigkeits-  und  Weiterentwicklungsmöglichkeiten  stellen  sie  die  Leistungsschwerpunkte und Arbeitsgebiete von Industrieunternehmen im Überblick dar.
Sie  erläutern  die  Aufgaben  der  Beteiligten  im  dualen  System  der  Berufsausbildung.  Aus gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen leiten sie Rechte und Pflichten als Auszubildende ab. Dabei arbeiten sie mit Gesetzestexten.
Auf der Basis des Betriebsverfassungsgesetzes konkretisieren die Schülerinnen und Schüler die für sie relevanten Mitbestimmungsrechte am betrieblichen Geschehen. Sie beschreiben die Eingliederung ihres Unternehmens in die Gesamtwirtschaft und vergleichen ihre Ausbildungsbetriebe nach rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Kriterien. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Aufgabenstellungen selbstständig in der Gruppe und wenden problemlösende Methoden an. Sie setzen sich reflexiv mit auftretenden Konflikten auseinander und regeln diese konstruktiv. Sie präsentieren und dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse strukturiert unter Verwendung angemessener Medien. Zur Informationsgewinnung nutzen sie moderne Kommunikationsmedien.

Inhalte:

  • Berufliche Tätigkeitsfelder und Perspektiven
  • Funktion von Ausbildern
  • Berufsbildungsgesetz
  • Ausbildungsordnung und Ausbildungsvertrag
  • Jugendarbeitsschutz
  • Jugend- und Auszubildendenvertretung
  • Haftung, Kapitalaufbringung, Geschäftsführung
  • Intranet, Internet
  • Lernstrategien und Arbeitstechniken
  • Moderations- und Präsentationstechniken
  • Kommunikationsregeln

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1)

Lernfeld 6

Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren

Zeitrichtwert: 80 Stunden

Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler planen im Rahmen der Beschaffungslogistik den gesamten Beschaffungsprozess in Kenntnis der Beschaffungsstrategie als Teil der Unternehmensstrategie. Dabei nutzen sie vorhandene Informationsnetze. Sie bearbeiten Bedarfsanforderungen für die betriebliche Leistungserstellung unter Beachtung des Materialeinsatzes und der Materialverwertung  und  berücksichtigen  dabei  auch  den  Aspekt  der  Nachhaltigkeit.  Mit  Hilfe  ausgewählter Instrumente und Methoden der Kommunikation bahnen sie Verträge an und schließen sie ab. Im Zusammenhang damit beachten sie die verschiedenen wirtschaftlichen Interessenlagen  der  Vertragspartner  sowie  rechtliche  Handlungsspielräume.  Sie  beherrschen  auch fremdsprachige  kaufmännische  Korrespondenz.  In  Konfliktsituationen  sind  sie  sicher  in  der Gesprächsführung. Sie präsentieren Verhandlungsergebnisse mit geeigneten Mitteln und Methoden.
 Die Schülerinnen und Schüler prüfen den Wareneingang an Hand von Belegen. Sie reagieren bei Störungen der Erfüllung und leiten Maßnahmen zu deren Beseitigung ein. Sie beschreiben den Belegfluss, erfassen den Wareneingang buchhalterisch unter Nutzung eines informationstechnischen Systems und veranlassen den Zahlungsvorgang. Sie ermitteln und analysieren  Lagerkennziffern,  führen  Lagerbestandsrechnungen durch und prüfen  Logistikkonzepte auf ihre Effektivität. Im Rahmen des  Controllings  zeigen  sie  Optimierungsmöglichkeiten auf und berücksichtigen dabei ökologische Aspekte.


Inhalte:

  • Beschaffungsstragie – Einflussfaktoren
  •  Beschaffungsplanung – Zeit-Mengen-Planung, Kosten-Mengen-Planung
  •  Materialauswahl - Kosten, Qualität, Umweltschutz, Marktentwicklung
  •  Liefererauswahl  –  Bezugsquellenanalyse,  Angebotsvergleich,  Lieferantenbewertung,  Finanzierung
  •  Vertragsabschluss
  •  Bestellabwicklung (Zertifizierung)
  •  Bestandsplanung und – führung
  •  Beschaffungscontrolling
  • Verhandlungstechniken
  • Fremdsprachige Kommunikation

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 2)

Lernfeld 10

Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren

Zeitrichtwert: 160 Stunden

Zielformulierung:
Die Schülerinnen und Schüler wickeln Kundenaufträge im Spannungsfeld von Kunden- und Unternehmensinteressen  unter  Nutzung  vorhandener  Kommunikationsnetze  erfolgsorientiert ab.  Dabei  setzen  sie  informationstechnische  Systeme  zur  Sammlung  und  Auswertung  von Markt- und Kundendaten ein. Sie entwickeln und begründen Vorschläge zur Umsetzung von Kundenwünschen, auch in Bezug auf Produktentwicklung.
Die Schülerinnen und Schüler werten Informationen der Produktforschung und Informationen über Märkte im In- und Ausland aus. Im Rahmen eines Marketingkonzeptes nutzen sie Marketinginstrumente zur Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle unternehmerischer Aktivitäten.  Sie  analysieren  die  absatzpolitischen  Instrumente  und  entwickeln  Konzepte  zur Verfolgung bestehender Marketingziele und zur Kundenbindung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen Instrumente und Methoden der Kommunikation für die Vertragsanbahnung und den Abschluss und beherrschen auch fremdsprachige kaufmännische Korrespondenz. In Konfliktsituationen sind sie sicher in der Gesprächsführung. Mit geeigne ten Mitteln und Methoden präsentieren sie die Verhandlungsergebnisse.
Sie  erledigen  alle  beim  Absatz  von  Erzeugnissen  und  Leistungen  anfallenden  buchhalterischen Aufgaben.
Für  die  Auftragsbearbeitung,  Vertragsanbahnungen  und  Marketingkonzepte  entwickeln  sie Zeit- und Arbeitspläne, legen Verantwortlichkeiten fest, dokumentieren die Projektfortschritte und untersuchen die Gründe für Abweichungen zwischen Projektplanung und – realisierung.
Sie präsentieren und dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse.

Inhalte:

  • Marketing als Führungsprozess – Preispolitik, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik
  • Bestimmung des Leistungsangebotes – Sortimentspolitik, Finanzdienstleistungen
  • Kundenaquise
  • Vertragsabschluss
  • Leistungsvertrieb – Absatzlogistik, elektronischer Vertriebsweg (e-commerce)
  • Kundenauftragsbearbeitung einschließlich Störungen
  • Kundendienst und Kundenpflege
  • Absatzcontrolling
  • Fremdsprachige Kommunikation
  • Projektplanung, -organisation, -dokumentation

 


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Anmeldung

Die Anmeldung zur Berufsschule ist grundsätzlich an keine Frist gebunden. Voraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.

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Immobilienkaufleute

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Das Berufsbild der Immobilienkaufleute

Immobilienaufmann /-frau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Er ist dem Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Absatzwirtschaft und Kundenberatung, zugeordnet.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Aufgaben und Tätigkeiten
Als Immobilienkauffrau / -kaufmann übernehmen sie eine Vielzahl rund um die gewerblich oder zu Wohnzwecken genutzte Immobilie. Dabei sind sie in aller Regel nicht Eigentümer der Grundstücke oder der Gebäude sondern sie übernehmen verschiedenste Dienstleistungen für deren Eigentümer oder den Nutzer.

  • Zum Beispiel vermitteln sie Immobilien und die Vermietung und den Verkauf von bebauten oder unbebauten Grundstücken.
  • Außerdem planen und betreuen sie Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben.
  • Gegebenenfalls verwalten und bewirtschaften sie Immobilien für die Eigentümer.
  • Vor Ort besichtigen sie die Objekte und führen mit ihren Kunden Beratungsgespräche und Kauf- oder Verkaufsverhandlungen.
  • Immobilienkaufleute kalkulieren Angebote und schließen Verträge ab.
  • Außerdem erarbeiten sie Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Sie wickeln den Zahlungsverkehr ab und führen die Buchhaltung.
  • Darüber hinaus erledigen sie allgemeine Büro- und Verwaltungstätigkeiten.
  • Sie arbeiten in der Wohnungs- und Immobilienbranche, z.B. bei Immobilienmaklern und Wohnungsbauunternehmen.
  • Sie sind sowohl im Büro als auch direkt vor Ort beim Kunden tätig.

Die Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise 

  • wie moderne Informations- und Kommunikationssysteme bedient werden
  • welche Maßnahmen für Planung und Marketing zum Einsatz kommen
  • wie Werbemaßnahmen zielgruppenorientiert durchgeführt werden
  • wie man Angebotsunterlagen aufbereitet und Objekte anbietet
  • wie man Texte für Vermietungsanzeigen erstellt
  • wie Mietverträge erfolgreich vermittelt und abgeschlossen werden
  • wie Betriebskosten ermittelt und mit dem Mieter abgerechnet werden
  • wie man Mietpreisveränderungen berech-net und ihre Durchsetzbarkeit prüft
  • worauf bei der Bearbeitung von Reparaturmeldungen zu achten ist und wie man erforderliche Aufträge vorbereitet
  • wie man Informationen über Immobilien aus dem Grundbuch und dem Liegenschaftskataster auswertet
  • wie man Rechnungen aufgrund von Wartungs- und Instandhaltungsaufträgen prüft und anweist
  • wie man den Zahlungsverkehr vornimmt, Kassen führt und Rechnungen erstellt
  • welche vorbereitenden Arbeiten für die Buchführung durchzuführen sind und wie Bu-chungen gemäß Kontenplan vorgenommen werden
  • wie man Objektaufträge akquiriert
  • wie man Grundstückskaufverträge vorbereitet
  • wie man Grundstücke nach Lage, Beschaffen-heit und Nutzungsmöglichkeit beurteilt
  • wie man Kaufinteressenten individuell berät und Verkäufe abwickelt
  • welche Aufgaben bei einer Baudurchführung anfallen
  • welche Finanzierungsinstrumente zur Objektfinanzierung unterschieden werden

Wenn Sie es genauer wissen wollen:

 

pdf logoVerordnung über die Ausbildung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau


Der Unterricht

Der Unterricht in den Klassen der Teilzeitberufsschule findet zum einen in den allgemeinbildenden Fächern, zum anderen in den berufsspezifischen Lernfeldern statt.
Insgesamt sind 36 Wochenstunden für den Unterricht vorgesehen. Davon werden in der Grundstufe 18 (bzw. 16) Stunden an zwei Berufsschultagen erteilt, in den Fachstufen findet der Berufsschulunterricht an einem Tag in der Woche mit 9 (bzw. 8) Unterrichtsstunden statt.
Auszubildende mit einer Ausbildungszeitverkürzung auf zwei Jahre beginnen die Ausbildung ebenfalls in der Grundstufe. Im 2. Umschulungs- oder Ausbildungsjahr werden diese Schüler durch Zusatzunterricht an den Ausbildungsstand der Fachstufe 2 herangeführt um dann mit diesen Auszubildenden / Umschülern in die Prüfungsvorbereitung gehen zu können.

1. Ausbildungsjahr (Grundstufe)

Lernfeld 1

1. Lernfeld: Die Berufsausbildung selbstständig mitgestalten
Zeitrichtwert: 40 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich in der durch den Beginn ihrer beruflichen Erstausbildung veränderten Lebenssituation. Sie gestalten ihre Berufsausbildung verantwortungsbewusst mit im Spannungsfeld unterschiedlicher Rollenerwartungen und unter Beachtung wesentlicher Rechtsvorschriften.

Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Aufgaben der Beteiligten im dualen System der Berufsausbildung.

Aus gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen leiten sie Rechte und Pflichten als Auszubildende und Arbeitnehmer ab.

Sie erteilen Auskünfte über Entgeltabrechnungen.

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Aufgabenstellungen selbstständig und wenden problemlösende Methoden an. Sie präsentieren und dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse strukturiert unter Verwendung angemessener Medien.

Zur Informationsbeschaffung nutzen sie Kommunikationsmedien.

Inhalte:

  • Ausbildungsordnung
  • Ausbildungsvertrag
  •  Jugendarbeitschutz, Mutterschutz, Kündigungsschutz
  •  Arbeitsgerichtsbarkeit
  •  Brutto-/Nettoentgelt
  •  Lern- und Arbeitstechniken
  •  Präsentationstechniken
  • Internetrecherche

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe 1)

Lernfeld 6

6. Lernfeld: Wohnungseigentum begründen und verwalten
Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler informieren Kunden über den rechtlichen Vorgang der Entstehung von Wohnungs- und Teileigentum. Sie erläutern ihnen die Inhalte der Teilungserklärung und die Bedeutung der Gemeinschaftsordnung. Sie informieren die Wohnungseigentümer über die Funktion des Verwalters und des Verwaltungsbeirats. 
Sie erstellen Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Rechnungslegung und berücksichtigen dabei das Haftungsrisiko des Verwalters.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten eine Wohnungseigentümerversammlung vor und führen diese unter Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen durch. Dabei beachten sie die unterschiedlichen Interessenslagen der Wohnungseigentümer. 
Sie dokumentieren die Beschlüsse und setzen diese um. Sie beziehen die Rechte und Pflichten der Eigentümer aus Gebrauchsregelungen in ihr Verwaltungshandeln ein. Sie wenden Verfahren zur Durchsetzung von Hausgeldansprüchen an.

Inhalte:

  • Gründung von Wohnungseigentum durch Teilungserklärung bzw. Einräumungsvertrag
  • Sondereigentum, Gemeinschaftliches Eigentum, Sondernutzungsrechte
  • Gesetzliche Aufgaben und Befugnisse des Verwalters
  • Verwaltervertrag
  • Beginn der Mitgliedschaft in der Gemeinschaft bei Eigentumswechsel
  • Vereinbarung, Beschluss und Umlaufbeschluss
  • Veräußerungsbeschränkung, Veräußerungszustimmung
  • Entziehung von Wohnungseigentum
     

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe 2)

Lernfeld 10


10. Lernfeld: Immobilienprojekte finanzieren und dokumentieren
Zeitrichtwert: 80 Stunden

Ziele:

Die Schülerinnen und Schüler ermitteln den Finanzierungsbedarf von Objekten des eigenen Unternehmens, vergleichen Kreditarten und beurteilen diese hinsichtlich Laufzeit, Tilgungsmodalitäten und Kosten. Sie berechnen die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität beim Erwerb und bei der Erstellung von Miet- und Gewerbeobjekten.

Die Schülerinnen und Schüler erklären Kunden Finanzierungsmöglichkeiten und prüfen Voraussetzungen für Förderungsmöglichkeiten sowie steuerliche Vergünstigungen. Sie informieren über eine angemessene Kreditsicherung.

Die Schülerinnen und Schüler führen die finanzierungsbegleitenden Buchungen durch.

Inhalte:

  • Annuitätendarlehen
  • Tilgungspläne
  • Effektivverzinsung
  • Beleihungswertermittlung
  • Beleihungsgrundlagen
  • Bausparfinanzierung
  • Lastenberechnung
  • Immobilienfonds
  • Immobilienleasing
  • Buchungsvorgänge im Zusammenhang mit Erwerb, Bebauung und Verkauf von Grundstücken 
    des Anlage- und Umlaufvermögens

 


Bücherliste 

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Anmeldung

Die Anmeldung zur Berufsschule ist grundsätzlich an keine Frist gebunden. Voraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.

Sie können sich das Anmeldeformular als  pdf logoDokument herunterladen oder sich direktonlineanmeldung anmelden.

  

 

 

 

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